Zukunftsweisend

 

Es gab die Finanzkrise, weil zu viele nur auf den schnellen Gewinn geschaut haben. Der Politik tut es auch nicht gut, wenn immer nur nach der nächsten Wahl geschielt wird. Langfristige Perspektiven sind wichtig.

Letzte Woche wurde Herr Franz-Josef Reiter und mir von Fachleuten ein Zehnjahresplan für den Kirchenwald in Saarburg vorgestellt.

Zuerst gab es eine Bestandsaufnahme und dann ging es darum, wie in den nächsten Jahren der Wald gepflegt wird und die Wege erhalten werden. Nach Abzug aller Kosten können pro Jahr durchschnittlich ca. 1.000,-- Euro erwirtschaftet werden. Größere Ernten sind erst in 40 und 60 Jahren zu erwarten.

Mich faszinieren die großen Zeiträume: Der große Eichenbestand ist vor 160 Jahren gepflanzt worden - wir profitieren von der Arbeit vorangegangener Generationen. Generationen nach uns werden auch von diesen Eichen noch was haben (nachfolgend dazu ein Ausschnitt aus der Saarburger Chronik von 1912). Wenn wir in den nächsten Jahren unter anderem auch Eichen nachpflanzen, dann tun wir das für eine Ernte in 200 Jahren. Ich empfinde das als großes Hoffnungszeichen in unserer schnelllebigen Zeit. Und es soll mal einer sagen, wir würden nicht an die Zukunft der Kirche glauben. Falls auch Firmlinge einmal in einem Projekt in dem Wald Bäume pflanzen, dann würde auch deutlich, dass mit der Firmung etwas weitergehen und wachsen soll.

Für mich jedenfalls brachte die Sitzung mit dem Forsteinrichtungsplan auch geistlichen Gewinn.

Die Nachhaltigkeit der Forsteinrichtung möchte ich mir auch bei der Glaubensverkündigung zu Herzen nehmen. Die nachfolgenden Generationen wären ohne gelebten, christlichen Glauben sicher ärmer.

        

Georg Goeres, Pfr.